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Im Herzen des Nationalparks der Maiella

Im Pelignatal, fast am Fuße des Monte Morrone, der die Erinnerung an den Hl. Coelestin zum Himmel erhebt, 405 m. über dem Meersspiegel, liegt die Stadt Sulmona. Von ihrem Ursprung spricht Ovid, der Dichter der Liebe, der dort im Jahre 43 v. Chr. geboren wurde und ihre antike und glorreiche Geschichte wird durch die Denkmäler, die Archive, durch Museen und Traditionen preisgegeben.

Zuerst blühendes Italisches Zentrum, dann römisches Munizipium, bedeutende Stadt des Mittelalters und der Renaissance, bewahrt sie ein bemerkenswertes artistisches Vermächtnis. Das Andenken Ovids ist an das Stadtwappen (Sulmo mihi patria est), an die bronzene Statue und an die Bibliothek gebunden.
Die Erinnerung an Coelestin führt uns zu den Fresken von Gentile aus dem XIII Jh., in den Einsiedelei von Sant’Onofrio auf dem Monte Morrone, von dem der Einsiedler am 29. August 1294 heruntergeholt wurde, um in der Basilika von Collemaggio in L’Aquila den päpstlichen Thron zu besteigen; und weiter zu dem großen Gebäudekomplex der Badia, Sitz des höchsten Abtes des Coelestinerordens.
Die Überreste des Tempels von Ercole Curino führen uns zurück ins erste Jahrhundert v. Chr., der Epoche der heidnischen Tempel wie der von Apollo und Vesta, auf dessen Ruinen sich im Hochmittelalter der erste Kern der Kathedrale San Panfilo erhob.

Im XIII Jh. blühte gleichzeitig mit dem Handel und der Kultur auch der Bau religiöser und ziviler Denkmäler: die Kirche Santa Maria della Tomba mit ihrer vorzüglichen spitzbögigen Architektur; der Aquädukt (1256), ein hervorragendes Beispiel der Ingenieurkunst, der im städtisch-naturalistischen Zusammenhang der schönen Piazza Garibaldi gut zur Geltung kommt, während sich auf der gegenüberliegenden Seite die Kirche San Francesco della Scarpa (13.ten Jahr.) erhebt.

Berühmt ist der Gebäudekomplex der Annunziata: der Palast und die anliegende Kirche stellen das schönste und wichtigste Denkmal der Stadt dar, in dem in einem wundervollen Gleichgewicht Gotik, Renaissance und Barock verschmelzen.
Außer den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gibt es zahlreiche Gebäude und charakteristische Winkel, die das Interesse erwecken.

In den Straßen der Stadt begegnet man fortlaufend dem lebenden Beweis einer handwerklichen Tradition, die dort seit dem XVI Jh. blüht: die Kunst der “Confetti”, ausgestellt in tausenden fantastischen Kompositionen, die oft mit ihren “Ähren und Blumen von den ewigen Kulten und der Freundlichkeit eines Volkes antiker Herkunft zeugen.Im Pignatal befindet sich auch Corfinio (346 m.), das alte Corfinium des Italischen Bundes, “die Stadt, wo der Name Italia geboren wurde”.
Pacentro. Das viereckige Kastell Cantelmo-Caldora ist von einem großen Wassergraben umgeben und besitz drei hohe, viereckige Türme. Die drei Wachtürme auf der äußeren Umwallung stammen jedoch nicht wie das Kastell aus dem XIV Jh., sondern aus der zweiten Hälfte des XV Jh.
Unweit des Kastells, einstiger Wohnsitz der Häuser Caldora und Cantelmo, steht die Kirche S. Maria Maggiore (auch Misericordia Kirche) aus dem XV Jh. mit einer Fassde aus dem XVI Jh. Im Kirchenraum findet man eine prächtige Holzkanzel mit Schnitzereien.

Von Pacentro aus, befindet man sich im Herzen des Nationalparks der Maiella bis Passo San Leonardo (1.282 Meter), um dann weiter nach Roccacaramanico zu kommen, Ort, der zur Zeit unbewohnt ist, jedoch die Spuren eines intensiven Hirtenlebens aufweist.

In der Kirche San Bartolomeo ein über vier Meter hohes, mit Malereien, Friesen und Einlegearbeiten verziertes Tabernakel. Caramanico Terme. Der einzige aprutinische Thermal- und Kurort ist für seine schwefelhaltigen Mineralheilwasser bekannt, die aus der “Fonte Salute”, “Fonte Santa Croce” und “Fonte Pisciarello” herausquellen.  In Caramanico Terme werden Gliederschmerzen, Atembeschwerden, Krankheiten der Harnwege und Gehörschäden behandelt.

Die Gegend war jedenfalls seit der Altsteinzeit bewohnt. Die Stadt wurde vermutlich um das Jahr 1000 von einem Mönch namens Karl gegründet, der angeblich ein Nachkomme von Karl d.G. war. Sehenswerte Kirchen sind Santa Maria Maggiore (auch Assunta Kirche) aus dem XV Jh., die von den Mönchen der Abtei von Casauria errichtete Kirche San Tommaso d’Aquino (auch San Domenico), San Nicola da Bari und San Maurizio mit dem angrenzenden Klarissenkloster aus dem Jahr 1635.
Der beeindruckendste Sakralbau ist aber die 6 Km außerhalb der Ortschaft stehende Kirche San Tommaso Apostolo.
Es schient, dass ein gewisser Antimo Anticheno 45 n. Chr. hier die ursprüngliche Konstruktion erbaute. Sicher ist, dass die Mönche von Casauria hier 1202 die heutige Kirche gründeten. Im Jahr 1669 fiel sie an den Cölestinerorden.

So erreicht man die Gegend:
Von der S.S. 16 Richtung Pescara. Nach wenigen Kilometern an der ersten Kreuzung rechts abbiegen und die Beschreibungen zur Autobahn befolgen. Die Autobahn A 14 in Richtung Pescara nehmen. Nach Pescara teilt sich die Autobahn in zwei Richtungen, Richtung Aquila-Rom nehmen. An der Ausfahrt Sulmona rausfahren und die Hinweise Richtung Sulmona befolgen. Von Sulmona aus erreicht man, die Wegweiser befolgend, einfach Pacentro. Von Pacentro aus, befindet man sich im Herzen des Nationalparks der Maiella bis Passo San Leonardo (1.282 Meter) um dann wieder nach Roccacaramanico und Caramanico Terme zu kommen.

Dauer:
Ganzer Tag

Galerie

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Foto-Galerie Il Borgo

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