Castelli

Castelli

Castelli ist überwiegend wegen der Werkstätte der Handwerker und wegen der Kunst der Keramik, deren Ursprung etwa aufs dreizehnte Jahrhundert zurückgeht, bekannt. So geschah es, dass die kleine Stadt Castelli  auch “Haus der Keramik” genannt ist.
Von da an wird diese sehr feine Kunst in dem kleinen, aber typischen Ort, der am Fuße des Berges “Gran Sasso” liegt, von Vater zu Sohn überlieferta.

Zu sehen sind das Stadtmuseum, die kleine Landkirche aus dem fünfzehnten Jahrhundert “Chiesa di San Donato” mit Boden und Decke aus Majolika, die von Carlo Levi “die Sixtinische Kapelle der italienischen Majolika” definiert wurde, die Straße “Via Carmine Gentile”, wo sich das Haus von Orazio Pompei befindet und die Kunstschule, die unter den vielen Meisterwerken der Kunst aus Castelli eine wunderschöne Krippe aus Keramik, die aus etwa 100 Figuren besteht, bewahrt.

Einen Besuch verdient auch die Pfarrkirche “Chiesa di San Giovanni Battista”, die im Jahr 1601 aufgebaut wurde. Sie bewahrt, unter anderem, eine Holzstatue aus dem dreizehnten Jahrhundert, die Sankt Anna mit ihrem Kind Maria darstellt, und eine Altartafel aus Majolika, die Francesco Grue, der zu einer adeligen Familie von Keramikhandwerkern gehörte, im Jahr 1647 bildete.
Kunstwerke aus Keramik findet man auch innerhalb des Kreuzganges des alten Franziskanischen Klosters aus dem siebzehnten Jahrhundert, wo ein Laubengang, der mit Pilastern aus Majolika ausgestattet ist, vorhanden ist.
Im August findet in Castelli eine Messe des Keramikhandwerkern, die mit dem charakteristischen Wurf der Teller gegen die Überhänge des Wildbaches “Leomogna” endet, statt.

Um den Tag abzuschliessen, kann man zwischen zwei weiteren Ausflügen wählen, einen naturalistischen und einen religiösen. Ein Spaziergang zum Fondo della Salsa dauert ca. zwei Stunden hin und zurück mit einem Höhenunterschied von 450 Metern.
Während eine Besichtigung des nahen Wallfahrtsortes San Gabriele nur einen kleinen Umweg auf dem Rückweg mit sich bringt.

Von der S.S. 16 Richtung Pescara. Nachdem man Giulianova durchquert hat, an der ersten Kreuzung rechts abbiegen, Richtung Teramo die S.S. 80 entlangfahren. Kurz bevor man Teramo erreicht die Autobahn A 24 in Richtung Aquila-Rom nehmen. Nach einigen Kilometern an der Ausfahrt Colledara-San Gabriele ausfahren und dann den Wegbeschreibungen nach Castelli folgen.

Dauer:
Halber Tag

Castelli befindet sich an den Hängen des Gran Sasso und ist die historische Hauptstadt der Abruzzesischen Kunst-Keramik. Die Keramik von Castelli wurde im Jahre ‘500 berühmt und scheint sehr antike Wurzeln zu haben; wahrscheinlich waren es die Benediktiner-Mönche, die ersten Lehnsherren der Valle Siciliana, die um das XII Jahrhundert die emaillierte Keramik einführten. Die Kunstfertigkeit der Meister aus Castelli wird in der kleinen Kirche San Donato deutlich, die einen Boden und eine Decke aus Majolika hat und die Carlo Levi als “die Sixtinische Kapelle der italienischen Majolika” bezeichnete.

Entlang der Gassen des historischen Zentrums befinden sich kleine und charakteristische Läden, in denen man noch heute den Keramik-Meistern von Castelli bei der Arbeit zusehen kann. Von Castelli aus verbreitete sich die Kunst der Keramik in zahlreichen anderen Orten der Region, wo viele Werkstätten von Handwerkern zu finden sind, die in der berühmten Kunstschule von Castelli ausgebildet wurden.

Galerie

Le rinomate ceramiche di Castelli

Foto-Galerie Il Borgo

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