Atri

Atri

Atri hat einen sehr alten Ursprung. Man kann ihn zwischen dem siebten und dem fünften Jahrhundert v.Ch. datieren. Im Jahr 290 v.Ch. wurde die Stadt eine römische Siedlung und als die Römer gegen Hannibal kämpften, fanden sie in Hatria einen sicheren Verbündeten.
Später lehnte Hatria sogar die Angliederung an den Italischen Bund ab und wählte nocheinmal als Verbündeter der Römer zu kämpfen. Aus Hatria stammte die Familie des Kaisers Hadrians. Einige Historiker lassen aus dem alten Namen der Stadt (Hatria) den Ursprung des Namens des Adriatischen Meers kommen. Dieser Ursprung wird von der Stadt Adria, die in Venetien liegt, und der Stadt Andria, die in Apulien liegt, abgestritten.

Nach dem Verfall des römischen Reiches stand Hatria unter den Eingriffen und der Herrschaft der Barbaren. Als die Stadt unter der Herrschaft der Longobarden war, gehörte sie, so wie auch Teramo, zum Herzogtum von Spoleto. Sie wurden dann von den Franken und Normannen dominiert. Im zwölften Jahrhundert kam Atri unter die Herrschaft des Papstes, dann der Schweben und der Anjou. Schließlich gehörte die Stadt zur mächtigen “Acquaviva” Familie, die bis zum achtzehnten Jahrhundert über die Stadt herrschte.
Im Jahr 1775 wurde die Stadt dem Staatbesitz gegeben und der Graf von Conversano, Carlo Acquaviva der Aragonier, bekam von Ferdinand dem Ersten den Adelstitel “Herzog von Atri”

Atri ist sicher eine Stadt, die reich an Geschichte ist, wofür die zahlreichen Denkmäler und die besonderen Baustrukturen noch heute ein Beweis sind. Diese Denkmäler kennzeichen Atri als Stadt der Kunst und der Geschichte, so wie auch als Touristenziel, worauf man nicht verzichten darf.

Man braucht nur den Platz “Piazza Duomo” zu erreichen, um eine ausreichende Sammlung der Stadtgeschichte zu haben. Die Hauptzeugnisse reihen sich nämlich genau auf diesem Platz an.

Östlich ragt sich die Kathedrale “Chiesa di Santa Maria Assunta” empor, die im Jahr 1285 auf einer anderen Kirche aus dem neunten/zehnten Jahrhundert aufgebaut wurde. Prachtvoll sind die vier Portale, die auf die letzen Jahre des dreizehnten Jahrhunderts zurückgehen. In der Fassade sind ein Portal, Werk von Rainaldo, und eine Rosette, die durch eine kleine Nische überstiegen ist und in der eine Statue der Madonna mit ihrem Kind steht, zu sehen.

Im Innenraum, der mit drei Schiffen ausgestattet ist, kann man eine viereckige Apsis sehen, deren Seiten von Andrea de Litio in der zweiten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts mit Fresken bemalt wurden. Das angegliederte Museum bewahrt wertvolle Reliquien auf: bemalte Majoliken, Kreuze und Bischofsstäbe aus Silber und Elfenbein, Handschriften, die mit Miniaturen verziert sind, Reliquiare, Holzschnitzwerke, Statuen und Hunderte von Bruchstücken und Mosaiken aus den ältesten Gebäuden.

Wunderschön ist auch der Kreuzgang, der mit zwei Schiffen ausgestattet ist, und der Glockenturm mit der achteckigen Krönung, der im fünfzehnten Jahrhundert von Antonio da Lodi beendet wurde. Die Kirche aus dem achtzehnten Jahrhundert “Chiesa di Santa Reparata”, die mit der südlichen Seite der Kathedrale verbunden ist, ist reich an barocken Zeugnissen. Noch immer auf dem Platz “Piazza Duomo”, auf der nördlichen Seite, erstreckt sich der rundbögige Laubengang des Palastes “Mambelli”.

Auf der südlichen Seite findet man den Bischofspalast und das Seminar, die im letzen Teil des sechzehnten Jahrhunderts aufgebaut wurden. Auf diesem Platz befindet sich auch das Stadttheater aus dem neunzehnten Jahrhundert, das noch heute sehr gut bewahrt ist. Es wird für die Musik- und Theaterspielzeit benutzt. Wenn man auf die Straße “Corso Adriano”, die sich auf der linken Seite des Theaters befindet, einbiegt, findet man, noch auf der linken Seite, die Kirche aus dem Anfang des vierzehnten Jahrhunderts “Chiesa di Sant’Agostino”, deren Portal im Jahr 1420 von Matteo da Napoli gebildet wurde. Kurz danach, auf der rechten Seite, befindet sich die wunderbare Fassade der Kirche “Chiesa di San Francesco”. Sie wurde am Anfang des achtzehnten Jahrhunderts auf einem Gebäude des dreizehnten Jahrhunderts wieder aufgebaut.
Am Ende der Strasse “Corso Adriano” findet man den Platz “Piazza Marconi”, auf dem sich der Palast der Herzöge “Acquaviva” würdevoll emporragt. Innerhalb hat das Rathaus aktuell seinen Sitz. Der Palast sieht wie eine Festung aus und besteht hauptsächlich aus Stein. Er wurde in der ersten Hälfte des vierzehnten Jahrhunderts aufgebaut und im achtzehnten Jahrhundert mehrmals verändert.

Seine Fassade verbirgt ein Renaissancehof, den einen Bogegang umfasst, wo römische Inschriften und Überreste bewahrt sind. Vom Platz aus kommt man durch einen Bogen zum kleinen Platz “Larghetto San Nicola”, wo die gleichnamige Kirche “Chiesa di San Nicola” liegt, die nach dem Jahr 1000 gebaut wurde und nachher im dreizehnten Jahrhundert wieder aufgebaut wurde.
Vom Platz her kommt man durch die Straße “Via Picena” zum kleinen Platz “Largo Santo Spirito”, wo sich eine Kirche aus dem achtzehnten Jahrhundert befindet, der der Platz seinen Namen verdankt.
Sie wurde auf einem Gebäude aus dem zwölften Jahrhundert wieder aufgebaut. Wenn man die Umgehungsstraße, die sich neben der Seite der Stadtmauer aus dem sechzehnten Jahrhundert befindet, durchgeht, durch den kleinen Platz “Piazza San Nicola” wieder in die Stadt eintritt und dann sofort den Platz hinter sich lässt, kommt man zur Straße “Via Acquaviva”.

Am Ende dieser Straße liegt die Kirche “Chiesa di Santa Chiara”, die zum ersten Mal im dreizehnten Jahrhundert aufgebaut und dann im sechzehnten Jahrhundert wieder aufgebaut wurde. Wenn man auf der Straße “Via Santa Chiara” fortfährt, dem Klarissenkloster entlang geht, und in die linke Seite einbiegt, kommt man auf die Umgehungsstraße zurück, wo sich die Kirche “Chiesa di San Domenico” befindet, die auf den Anfang des vierzehnten Jahrhunderts zurückgeht.
Die Kirche bewahrt im unteren Teil eine Struktur, die mit abwechselnden Reihen aus Stein und Ziegel verkleidet ist. Das Portal sieht fast wie dasjenige der Kathedrale aus. Der obere Teil und der Innenraum wurden in dem achtzehnten Jahrhundert umgearbeitet.
Atri zu besichtigen, lohnt sich nicht nur wegen der obengenannten Denkmäler, den alten Brunnen, die Höhlen und jener echten Bauwerken der Natur, die man Furchen (calanchi) nennt, einen Besuch, sondern auch wegen aller Schönheiten, die die Stadt bewahrt und die ein Beweis für eine besonders reiche Zivil- und Kunstgeschichte sind.

Von der S.S. 16 Richtung Pescara, nach wenigen Kilometern an der ersten Kreuzung rechts abbiegen und die Beschreibungen zur Autobahn befolgen. Die Autobahn A 14 in Richtung Pescara nehmen und nach einigen Kilometern an der Ausfahrt Atri-Pineto ausfahren und den Wegbeschreibungen nach Atri folgen.

Dauer:
Halber Tag

Galerie

La Basilica di S. Maria Assunta ad Atri

Foto-Galerie Il Borgo

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